Abschluss- u. Abschiedsgottesdienst des Kindergartens St. Christophorus am 17. Juli

 

Foto : Karl Krippner

„Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.“ Unter diesem Leitwort von Albert Schweizer stand der Abschiedsgottesdienst des Kath. Kindergartens St. Christophorus am Samstagnachmittag in der Stadtpfarrkirche. Für 18 Buben und Mädchen geht nun die Zeit im Kindergarten zu Ende. Im Gebet wollten sie, zusammen mit ihren Geschwistern, Eltern und Großeltern, dem Vater im Himmel danke sagen für die Zeit, wo sie miteinander gespielt und Freunde gefunden hätten. „Es war eine Zeit, in der wir vieles gelernt und schönes erlebt haben. Das hat Spuren in uns hinterlassen.“

Auf „Spurensuche“ ging auch Stadtpfarrer Hartmann in seinen Worten an die Kinder. Es seien nicht nur die Spuren beim Entlanggehen am Sandstrand, sondern auch künftige Erlebnisse an der Schule werden Spuren hinterlassen und Erinnerungen wachhalten; so wie ihre gemalten Bilder von Frau Borst, die zu deren Verabschiedung hier vor dem Altar aufgehängt seien.

Nach 20 Jahren verlässt nämlich auch Erzieherin Gabi Borst nun „ihren“ Kindergarten. Leiterin Regina Witte und Pfarrer Hartmann würdigten deren langjähriges Wirken und wünschten ihr eine gute Zeit im künftigen Ruhestand.

Paul Silberbaur

 

 

Rückblick auf das Jubiläum am 4. Juli


Fotos: Karl Krippner

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Nach langer Zeit wurde mal wieder richtig gefeiert
Bei der Festpredigt wurde gelacht und danach begeistert geklatscht

Schon die Trompetenklänge und der Paukenwirbel zum Einzug der vielen Ministranten und einer zahlreichen Geistlichkeit kündigten einen besonderen Gottesdienst an. Die wegen Corona eingeschränkten Sitzplätze waren komplett belegt, denn viele sind gekommen, um mit Stadtpfarrer Lothar Hartmann dessen 30-jähriges Priesterjubiläum und mit Schwester Erika deren 40-jähriges Ordensjubiläum zu feiern. So konnte Pfarrer Hartmann gleich zu Beginn auch eine große Anzahl Ehrengäste begrüßen und neben den vielen Gläubigen auch die Verwandten und Freunde von sich und Schwester Erika sowie deren Mitschwestern aus ihrem Convent in Vöhringen.

Es ist ja nicht alltäglich, dass während einer Predigt herzhaft gelacht und danach begeistert geklatscht wird. So war es aber am ersten Juli-Sonntag in der Weißenhorner Stadtpfarrkirche. Pfarrer Reinfried Rimmel aus Pfaffen-hofen hob in seiner mit Begeisterung vorgetragenen Festansprache vor allem das stets frohgelaunte Gemüt von Pfarrer Hartmann und Schwester Erika hervor, das keine Mauern kenne, sondern immer und überall offen sei für Begegnungen mit ihren Mitmenschen.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst mit der Messa a tre voci, der sogenannten Studentenmesse von A. Lotti. Anna Sailer (Alt), Matthias van Velsen (Tenor) und Christian Sailer (Bass) ließen das Werk des berühmten Komponisten aus der venezianischen Schule mit jeglicher Brillanz erklingen. Getragen wurden sie dabei von den Blasinstrumenten Trompete (Jonas Mertens), Horn (Adrian Hettmer) und Posaune (Lukas Stipar).

Vor dem Ende des Festgottesdienstes übernahm Alfred Haas als Kirchen-pfleger das Anmoderieren der Glückwunsch-Überbringer. Als Inhaberin des Patronatsrechts gab Gräfin Maria Elisabeth Thun-Fugger ihrer Freude Ausdruck, dass die Pfarrei Weißenhorn mit Stadtpfarrer Hartmann einen sehr engagierten und sichtlich beliebten Pfarrer bekommen habe.

Dies bestätigte auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Fendt und unterstrich die positive Zusammenarbeit und gratulierte im Namen der Stadt Weißenhorn beiden ganz herzlich zu ihren Jubiläen.

Auf diese beiden Gratulanten folgte Oberst a. D. Georg Schrenk aus Dillingen, wo Pfarrer Hartmann geboren wurde und wo er auch sein vorangegangenes Betätigungsfeld hatte. Herr Schrenk, Vors. des Vereins „Asyl/Migration Dillingen“ beleuchtete vor allem das Wirken und die Rolle von Pfarrer Hartmann in diesem Verein, wo er maßgeblichen Anteil hatte bei der Integration von unbegleiteten jungen Flüchtlingen.

„Mit euch bin ich Mensch, für Euch bin ich Priester“, hätte das Leitwort sein können für seine Tätigkeit hier in Weißenhorn. So urteilte der Kirchenpfleger, Alfred Haas, schließlich in seiner Laudatio. Man habe mit Pfarrer Hartmann einen Seelsorger und Priester bekommen, wie man sich ihn gewünscht habe. Und weiter: „Ein großes Glück für uns ist, dass Sie die hervorragende Fähigkeit haben, leicht Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Dadurch sind Sie schnell einer der Unsrigen geworden, ohne sich anzubiedern,“ so seine Folgerung.

Ein weiterer Glücksfall sei das Zusammenwirken mit Schwester Erika. Außer ihrer Unterstützung als Pfarrhausfrau sei es auch eine Freude, wenn man in den Pfarrgarten blickt und von den Blumen angelacht wird, die sie pflegt. Außerdem sei für ihr Mitwirken in der Pfarrei, in Seelsorge und im Gottesdienst, zu danken und er wünsche auch ihr alles Gute für ihre Arbeit und ihre Gesundheit.

Hierauf folgten noch Glückwünsche für beide Jubilare von Ministranten und von Barbara Miller als Vorsitzende des Pastoralrats. Auch sie stellten das freundliche Wesen beider in den Mittelpunkt ihrer Worte und wünschten Ihnen die fürsorgliche Begleitung Gottes auf ihren künftigen Wegen.

Nach dem gemeinsam gesungenen Te Deum und dem Auszug aus der Kirche erklangen auf dem Kirchplatz frohe Klänge der Stadtkapelle. Sichtlich berührt und überrascht von diesem Standkonzert dankten Pfarrer Hartmann und Schwester Erika nochmals allen für die Organisation dieser Feier und das Kommen zu diesem Fest.

Zum Abschluss der Feier führten Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der Pfarreiengemeinschaft noch eine gemeinsame Jerusalema Challenge (Tanz) auf, in die sich auch die beiden Jubilare zur Freude der Mitwirkenden und Zuschauer spontan einreihten.

Paul Silberbaur