St. Michael Bubenhausen

Der Ort Bubenhausen, welcher 4 km südlich von Weißenhorn liegt, hat schon eine lange Geschichte hinter sich. Bereits 1160 wurde ein Ritter „Aldabertus de Bubennshawsen“ bei einer Altarweihe in Roggenburg als Zeuge genannt, ebenso ein Vermerk des Ortes anno 1220 in Maria Einsiedeln.

1349 wurde unsere Gemeinde eine selbständige Pfarrei. Erste Pfarrer sind seit 1404 bekannt. Man nimmt an, dass anstelle unserer heutigen Kirche zuerst eine Burgkappele stand. Ein genaues Weihe- / Gründungsdatum unserer Kirche ist leider nicht bekannt. Unsere Kirche ist dem Hl. St. Michael geweiht: So wird er in unserer Kirche 3x als Kämpfer gegen die Schlange (Satan) dargestellt. Vermutlich wurde dieses Patronizium wegen des Schwertes von den Ministerialen bzw. Rittern gewählt, die auch die Burg von Bubenhausen bauen ließen. Das Gotteshaus gilt als spätgotischer Bau, welcher im Jahr 1512 (nach Pfarrer Silvester Eberle) um 5,20 m verlängert und auf die jetzige Größe gebracht wurde. Beim Kirchturm wird angenommen, dass dieser bereits als römischer Wachturm vorhanden war und später dann als Kirchturm ‚umfunktioniert‘ wurde. Die ältesten Teile stecken unten im Mauerwerk des Turmes und reichen ins frühe 15. Jahrhundert zurück.  Drei Glocken schallen vom Kirchturm herab: Die älteste Glocke – die mittlere – wurde 1419 vom Meister Peter von Augsburg gegossen. 1520 wurde von Jörg Kastner zu Ulm die große Glocke gegossen, sowie 1663 unsere kleine Glocke vom Glockengießer Leonhardt Ernst von Memmingen.  Auf dem Turm sitzen die beiden viereckigen Türmchen mit den Wetterfahnen. Auch diese sind mit den Fugger-Lilien versehen, die Spitze ist als Horn von Weißenhorn dargestellt. Die letzte große Sanierung des Kirchturms war 2008.
  In unserer der Kirche sind wir Bubenhauser besonders stolz auf die alten Kreuzwegbilder und die spätgotische Madonna in einer Nische aus dem 14./15. Jhd., die innen an der Nordwand angebracht sind.  Sie zählen  zu den ältesten Denkmälern in unserem Landkreis. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Innere unserer Kirche von dem Weißenhorner Kunstmaler Franz Martin Kuen völlig neu im Stil des Rokoko gestaltet. Allerdings hat man um 1880 die Kirche im Nazarener-Stil modernisiert, da zu dieser Zeit das Rokoko verhasst war. Die alte Optik konnte bei einem Versuch 1913 nicht mehr hergestellt werden. Als ‚Rarität‘ gilt das Deckengemälde über dem Altarraum. Es zeigt Papst Pius XII und den hl. Antonius Maria Claret, den Gründer des Claretinerordens. Diese Deckengemälde wurden 1953 von dem Kirchenmaler Dreier aus Ottobeuren erstellt. 1987 wurde der Fußboden in der Kirche erneuert und neue Kirchbänke wurden eingebaut. Unsere jetzige Orgel wurde 1995 vom Orgelbauer Markus Riefle aufgebaut. Die letzte große Sanierung der Kirche war 2015/2016 bzw. 2019 wurden auf der Ost- und Südseite die Wege zur Kirche rollstuhlgerecht gepflastert. Neben der Dorfkirche hat Bubenhausen auch noch die Kapelle Maria Linden, welche die Dorfbewohner 1948 zum Dank vor Kriegseinwirkungen der Mutter Gottes erbaut haben. 1949 erhielt das Käppele noch eine kleine Glocke, sowie 1951 die 7 Stationen „der Schmerzen Marias“ am nördlichen Gelände des kleinen Kirchleins.

Gruppen und Aktivitäten
Alljährlich findet der gelobte Bittgang zur Wannenkapelle am 15. Mai statt.  Während der Wintermonate (von Okt. – April) wird das „Frühstück für Alleinstehende“ einmal im Monat in unserm Pfarrheim angeboten.  Ebenfalls einmal im Monat gibt es das „Singen für den Herrn“, einen mit Gitarren begleiteten Lobpreisabend mit besinnlichen Texten, Gebeten und modernen Liedern in unserer Pfarrkirche. Rosenkranz wird in Bubenhausen donnerstags um 18 Uhr in der Kirche, sowie von Mai bis Oktober freitags um 17 Uhr am Käppele gebetet. Es gibt auch Besuchsdienste, bei denen unseren Kranken, Alleinstehenden und Senioren etwas Abwechslung in ihren Alltag gebracht wird. Weiterhin sind auch verschiedene Gebetsgruppen vorort, die regelmäßig gemeinsam in der Hl. Schrift lesen, beten und Singen. Das Familien-Kinder-gottesdienst-Team arbeitet regelmäßig kindgerechte Gottesdienste aus. An sämtlichen kirchlichen Festen, Flurumgängen usw. sind alle örtlichen Vereine stets dabei und pflegen somit unsere schönen alten Traditionen.

Der Pfarrgemeinderat, mit der Vorsitzenden Barbara Miller setzt sich zusammen aus: Barbara Kast, Irene Lukes, Bernhard Markthaler, Irmgard Markthaler und Anja Quaschner.

Das Team der Kirchenverwaltung besteht aus: Manuela Horber (Kirchenpflegerin), Ursula Billmaier, Norbert Miller, Sylvia Mokros und Andreas Schöffel.

St. Michael Bubenhausen


Kirchliche Gremien Bubenhausen

Die Kirchenkrippe Bubenhausen  wurde in den 1930er Jahren von der Firma Schultheiß aus Weißenhorn angeschafft. Anfangs stellte Anton Steck, ein erfahrenes Gemeindemitglied die Krippe auf.  Im Jahr 1949/50 übergab er diese Aufgabe altershalber an Max Kempfle.  Mit den Jahren wurde die Krippe immer mehr mit Schafen und Kamelen erweitert. Nach anfänglicher Unterstützung durch Max Kempfle wird die Bubenhauser Krippe mittlerweile von der Mesnerin Irene Lukes alleine aufgestellt.

Komplettdarstellung Bubenhausen
Schultheiß-Krippe Bubenhausen